Die Radierung III

         3. - 18. Dezember 2016

            und

         6. bis 22. Januar 2017

            Samstag, Sonntag
            und Feiertag jeweils
            von 14 -19 Uhr

        Radierplatten Pillemann

        Radierplatten Heike Pillemann 2016



        Radierplatte Vogl

        Radierplatte Richard Vogl 2016



Die aktuelle Issinger Ausstellung setzt eine lose Folge fort, die schon 2001 und 2008 die Möglichkeiten der Radierung (künstlerischer Tiefdruck) in ihrer Vielfalt zeigte. 2016 sind es 15 Teilnehmer:

Anna Margrit Annen
Andreas Bindl
Christina von Bitter
Rolf Hegetusch
Heiko Herrmann
Franz Hitzler
Tom Kristen
Heike Pillemann
Helmut Rieger
Walter Tafelmaier
Richard Vogl
Raimund Wäschle
Stefan Wehmeier


Zu den ausgewählten Blättern aus dem Nachlaß der 2010 (Bindl) und 2014 (Rieger) verstorbenen Künstler kommen bei Helmut Rieger Nach- und Erstdrucke noch vorhandener Druckplatten. Anna M. Annen überdruckt Schweizer Militärkarten mit fiktiven Gebiets- und Ortsangaben. Christina v. Bitter kombiniert lyrische Stilleben mit farbigen Papier-Elementen (chine collé). Von Rolf Hegetusch findet man frühe Reliefdrucke (Carborundum) mit collagierten Reispapieren. Heiko Herrmann´s fotografisch umgesetzte Gouachen wurden ebenfalls mit Collage-Elementen unterlegt.

Franz Hitzler, Walter Tafelmaier und Raimund Wäschle bevorzugen klassische Radiertechniken, letzterer dabei besonders experimentell in der technischen Umsetzung. Tom Kristen und Stefan Wehmeier nutzen die Möglichkeiten des (mehr-)farbigen Drucks von zwei oder drei Platten.

Heike Pillemann bearbeitete Offset-Druckplatten aus Aluminium wie einen Scherenschnitt. Die ausdrucksvollen Großformate wurden in kontrastreichem Schwarz gedruckt und bilden einen der expressiven Akzente in der Ausstellung.

Richard Vogl suchte (und fand) für seinen Beitrag eine Technik, die seine charakteristischen SW-Ölkreidezeichnungen abbilden konnte. In einer eigenwilligen Weiterentwicklung der Aussprengtechnik (reservage) fand er Möglichkeiten, die sein zeichnerisches Werk konzentrierter wirken und dadurch ausdrucksvoller werden läßt.

Felix M. Furtwängler ist bekannt als bibliophiler Spezialist für Mappenwerke und Künstlerbücher. Die Ausstellung präsentiert eine Reihe von e.a. (Künstlerdrucke) und Einzelblättern aus umfangreichen Serien. Virtuos überarbeitete historische Vorlagen zeigen sich im Kontrast zu expressiver Handschrift. Beeindruckend die mehrfarbige Reihe »Torquatus Tassus«.

Stefanie Neumann verwendet photographische Drucktechniken und kombiniert diese mit überraschenden Fundstücken: Papiertüten, notarielle Dokumente, Briefmarken etc. Farbstarke Großformate präsentieren sich neben miniaturhaften Blättern. Überraschend die Titel, die oft aus dem Popkultur stammen und zur Entdeckungsreise in ihre experimentelle Graphik verführen.






aktualisiert am:
22.11. 2016

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