Paul Breinig
        Rolf Hegetusch
        YeunHi Kim


            2. - 23. Oktober 2016

                Samstag, Sonntag und Feiertag
                jeweils von 14 -19 Uhr


      Breinig 00



         Paul Breinig: Klimax 6, 2014
         Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm






        Rolf Hegetusch, Wachsbild



         Rolf Hegetusch: o.T., 2000
         Paraffin auf Leinen auf Holz, 30 x 40 cm






       
YeunHi Kim, Ich 1-3



        YeunHi Kim: Ich 1 - 3, 2016
        Acryl auf Reispapier auf Holz, 3-teilig, je 50 x 30 cm







Über Jahrzehnte hinweg entwickelt Paul Breinig zyklische Serien. In ihnen werden elementare Formen wie Punkt, Kreis, Scheibe, Gefäß, Gerade und Gekrümmte Linien mit opulentem Ölfarbschichten experimentell angelegt. Seine Leinwandbilder teilen dabei mit pastosem Farbauftrag ihren dynamischen Formenkanon mit.

»Bei allen subtil unterschiedenen Graden der Verfeinerungen,Gewichtungen und ruhigen Balancen im sukzessive sich aufheiternden Reich der Farbkreise und Farbkörper sollte man den Blick auf die sorgfältig angelegten Bildgründe richten. Nur so ist die zwischen Vorne und Hinten spielende Bewegung der Bilder zu fassen. Der Grund erscheint als potenzielle Farbform. Bei Breinig steht die Malerei nicht an ihrem Ende, sondern an ihrem fortwährenden Beginn.«  Augsburger Zeitung

»....letztlich siegt deren gestisch -expressive Weiterentwicklung in Malerei und freie Form. Wir finden Strukturen auf seinen Bildern, die aber wie malerische Rätsel daherkommen, wie wenn er Figuration und Abstraktion kurzschließen und ihre Unterscheidung aufheben würde.Es scheint, als ließe er seiner Malerei gern freien Lauf und gestehe das Abenteuer auch dem Betrachter zu.«  Landshuter Tageszeitung

Neuere Zyklen leben von einer intensiven Verschränkung von Farbfeldern, die in scheinbar heftigem, rhythmisiertem Duktus verflochten werden.

Das Werk von Rolf Hegetusch lebt aus der Kontinuität seines Schaffens als eine andauernde Hinwendung zur Farbe, zu ihrem Spiel im Licht, zu einem Kosmos an Feinheiten von Verläufen und - gerade auch in jüngst entstandenen Arbeiten - in Bildfolgen, in denen die Sensibilität des Künstlers für Farben ausgewiesen wird.

Sein meditatives Verhältnis zur Farbe steht in einem fortwährenden Dialog mit ihr, erforscht ihre Unerschöpflichkeit indem er seine Bilder zu Fenstern macht, durch die hindurch wir der Farbe in ihrem augenblicklichen und deshalb höchst fragilen Zustand begegnen dürfen.

Hegetusch Kunst ist konsequent, sie ist konzentriert, nie vorschnell oder gar hastig, und sie ist auf eine höchst sublime Art und Weise immer auch einem Naturschönen verpflichtet.

Frühere Arbeiten weisen eine Wachs-Schicht über schemenhaften Farbfeldern auf. Neue Bilder entstehen aus dem Wechsel von Übereinanderschichtung von Acrylfarb-Lasuren und deren Zurücknehmen auf ein mattiertes Niveau.

YeunHi Kim ´s Ihre Arbeiten sind mit Reispapier Reispapierarten unterschiedlicher Transparenz und Dicke überzogene, selbstgefertigte Holzkästen, die sie mit vielen Schichten von Pigmentlasuren fasst und ganz behutsam abschleift. So entsteht eine in verschiedenen Farbahnungen schimmernde Oberfläche, die im Grunde gar keine Oberfläche ist, da sie in ihrer ahnungsvollen Vielfarbigkeit eine eigentümliche Tiefe und Weite entwickelt.

Nicht nur die Farben sind von der Natur inspiriert, sondern auch die Reihung der verschiedenfarbigen Tafeln scheinen von Landschaftsstrukturen angeregt zu sein. Zwei übereinander gehängte Tafeln assoziieren dazwischen den Horizont, oben der weite blaue Himmel, unten das Land, das Meer...

»`Karangbi´ nennt YeunHi Kim ihre Werke und wissen Sie, was das heißt? Nein? Ich auch nicht und ich glaube, kein Europäer kann eigentlich verstehen, was es genau bedeutet. Die Künstlerin sagte dieser koreanische Begriff bezeichne das Geräusch, das man hört, wenn die Tropfen eines warmen Sommerregens auf die Oberfläche eines Sees fallen.

Also das finde ich so schön, dass mir dazu jetzt gar nichts mehr einfällt.« Tobias Wall





aktualisiert am:
25.9. 2016

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