Angela Vischer   (geboren 1941)
 
 

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                           aktualisiert am:
                           11.12.2010
 

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........Vischer, Urloch
 

                     Das Urloch
                     Pigmenttusche + Garn auf Leinen, 2004
                     95 x 80 cm

                           


 
 
 

........Vischer, una mattina
 

                una mattina di maggio
                Garn + Pigmenttusche auf Leinen, 2010
                12 x 10 cm
 
 
 
 

........Vischer, o.T.

                ohne Titel (3-teilig)
                Garn + Pigmenttusche auf Leinen, 2010
                je ca. 12 x 10 cm
 
 
 
 
 

........Vischer, Nadelwerk 1 & 2

                Nadelwerk 1 & 2
                Garn auf Leinwand, 2010
                je 25 x 25 cm


 
 
 
 
 

........Vischer, o.T.

                ohne Titel
                Garn + Pigmenttusche auf Leinen, 2010
                ca. 13 x 12 cm

........Vischer, Save our souls

                save our souls
                Garn auf Leinen, 2004
                15 x 90 cm

  

........Vischer, Rote und schwarze Wahrheit

                Die rote und die schwarze Wahrheit
                Garn auf Leinen, 2004
                15 x 90 cm


........Vischer, La salle des pas perdus II

                La salle des pas perdus II
                Garn auf Leinen, 2004
                15 x 90 cm

 

........Boulanger, Kerlchen
 
 

                 Kerlchen
                 mixed media, 2007
                 je ca. 20 x 8 cm

........Boulanger, Kerlchen näher
 
 

                 Kerlchen
                 mixed media, 2007
                 je ca. 20 x 8 cm

                                           Galerie Josephski-Neukum        -         Künstler
 
 
 

Leise Notate in einer lauten Zeit

Am Beginn war da ein Fundus aus Mythologie, Archetypen, individuellem wie  kollektivem Gedächtnis bzw. Unbewußten, der sich in den verschiedensten Zeichen und Symbolen niederschlug und aus dem die Arbeiten entstanden.

Schon immer geht es ums Zeigen und Verschlüsseln und darum, dass die Dinge nicht unbedingt sind, was sie in ihrer Banalität zu sein scheinen.

Schon immer reichen die drei „Urfarben“, weiß, schwarz und rot.

Schon immer geht es auch um den schmalen Grat zwischen Spiel und Ernst. Man lässt sich leicht täuschen von der Niedlichkeit und Harmlosigkeit der „Help-Hemdchen“, doch der aufgestickte Text lässt diese Harmlosigkeit nicht selten fragwürdig erscheinen.

Auch die „Kerlchen“ kommen daher als Heer von lustigen Kobolden, aber aufgerissene Augen und verstümmelte Glieder sprechen eine andere Sprache.

Im Laufe der Jahre treten einzelne Gegenstände immer mehr in den Vordergrund, gewinnen Autonomie und Autorität. Wo vorher der Mensch noch gedacht war, gibt es ihn jetzt nicht mehr . Es sind die Dinge, welche die Herrschaft übernommen haben. Leiter, Stuhl, Lampe etc... haben sich losgesagt vom Menschen und sind nicht mehr seine Diener bzw. Helfer, sondern entwickeln eine irritierende Eigenständigkeit.

Samuel Beckett sagt in „Molloy“: „Die Aufgabe der Gegenstände ist es, die Stille wiederherzustellen.“ Und das ist besonders nötig in einer lauten Zeit.

 Angela Vischer




Biographie

Angela Vischer wurde 1941 in Mainz geboren. Dem Besuch des humanistischen Gymnasiums folgte ein Studium der Philologie mit den Schwerpunkten Romanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Mainz, Mailand, Genf und Tübingen, wo sie mit dem M.A. abschloss.

Angela Vischer arbeitete als Übersetzerin, Dolmetscherin und Sprachdozentin, als Restauratorin von Antiquitäten, als Journalistin und Redakteurin und als Yogalehrerin.

Als Künstlerin ist Angela Vischer Autodidaktin. Vielleicht ist es gerade das Fehlen einer kunstakademischen Ausbildung, die sie ihre ganz eigene Technik, das „Nadelwerk“ entwickeln ließ, mit dem sie im Jahre 1999 ihr „Coming out“ hatte.

Angela Vischer lebt und arbeitet in München und San Giorgio di Valpolicella.

 

Einzelausstellungen

1999                Galerie Adelgund Janik, München, „Der rote Faden“
2001                Galerie Adelgund Janik, München, „zigzag“
                       Dany Keller Galerie, München, „Nadelwerk“
2002                Georg Scholz Haus, Galerie der Stadt Waldkirch, „Nadelwerk“
2003                Dany Keller Galerie, München, „Wand und Raum“ mit Nikolaus Lang
2004                Barchessa di Villa Giustinian Morosini, Mirano/Venezia, „Tre“
                       mit Alessandra Ragionieri und Santina Ricupero
                       Atelier im Glashaus, Ravensburg
                       mit Barbara Ehrmann und Heike Pillemann
2005                Kunstverein Würzburg, Kunstschiff „Arte Noah“, „Ist die schwarze Köchin da?“
2006                Artothek München, „Skript“ mit Brigitte Schwacke
2007                Kunstraum Vincke-Liepmann, „Ist die schwarze Köchin da?“

                    

Ausstellungsbeteiligungen

2000                Stadtmuseum Pforzheim, „Paradies“
2002                Dany Keller Galerie, München, „Der Text ist eine Lüge“
2004                Dany Keller Galerie, München, „Eine kurze Zeit…lang“
                       Altes Maximilianmuseum, Augsburg, „Das Kreuz der Venus“
                       Fridericianum Kassel,  „In erster Linie“
2005                Iwalewa Haus, Bayreuth, „Schwarz = Weiß = White = Black“
                       Zeitgenössische Kunst aus Afrika und Europa im Dialog
2006                Kunstverein Eislingen, Zweite Biennale der Zeichnung, „Menschenbilder“
2007                Musée textile de Wesserling, Alsace,   „Chemises prétextes“
                       Barchessa di Villa Giustinian Morosini, Mirano/Venezia, “ Magmatica”
2008                Mohr Villa Freimann, München, “Scambio”



 

Ausstellungen in der Galerie Josephski-Neukum:      2010
 

           Künstler